Was macht ein Fitnesstrainer?

Was macht ein Fitnesstrainer?

Der Beruf des Fitnesstrainers sieht sich auch heute noch zahlreichen Klischees und Vorurteilen gegenüber. Dabei ist dieser Berufszweig nicht nur äußerst vielseitig, sondern verlangt zusätzlich Herzblut und Fachwissen. Welche facettenreichen Aufgaben Sie als Fitnesstrainer wahrnehmen, erfahren Sie in den folgenden Abschnitten.

Was ist ein Fitnesstrainer?

Die Haupttätigkeit eines Fitnesstrainers lässt sich im Grunde ganz banal zusammenfassen: Er sorgt dafür, dass seine Kunden fit und gesund bleiben. Doch die Thematik dahinter und der Weg zu diesem Ziel sind deutlich komplexer. Denn für jede Person stellt der Begriff Fitness ein vollkommen unterschiedliches Gut dar. Jeder Kunde nennt Ihnen ein anderes, ganz individuelles Bedürfnis, das er für sich und seinen Körper verfolgt. Ihre Hauptaufgabe ist es, sein Bestreben zu konkretisieren, zu analysieren und ihm auf seinem Wege als kompetenter Experte mit Ihrem Fachwissen zur Seite zu stehen.

Als Fitnesstrainer helfen Sie den Menschen beispielsweise bei folgenden Zielsetzungen:

  • Gewichtsreduktion
  • Verbesserung des allgemeinen Wohlbefindens
  • Steigerung der Ausdauerleistung
  • Steigerung der Kraftleistung
  • Aufbau nach Krankheit oder Verletzung
  • Erhalt der Gesundheit, gerade bei älteren Personen
  • Bodyforming und Bodybuilding
  • Schulung der Koordination

Häufig begleiten Sie Ihre Kunden, indem Sie Ihnen mithilfe Ihrer Kenntnisse aus der Trainingslehre, der Physiologie und der Anatomie speziell abgestimmte Trainingspläne konzipieren. Je nach Arbeitsort weisen Sie Ihre Kunden in Trainingsgeräte ein, führen Gruppentrainings durch oder erklären freie Übungsformen.

Als Fitnesstrainer sind Sie jedoch nicht nur für die körperlichen, sondern zusätzlich für die geistigen Belange Ihrer Kunden verantwortlich. Gerade bei längerfristig ausgelegten Plänen motivieren Sie Ihre Schützlinge stetig. Gleichzeitig stehen Sie häufig als Seelsorger für private Problemsituationen zur Verfügung und geben Tipps, damit sich der Kunde wieder voll und ganz auf sein Training konzentrieren kann. Auch wenn es für Sie Arbeitszeit darstellt, so ist dies für Ihre zu betreuenden Personen deren Freizeit. Die persönliche Distanz zwischen Trainer und Trainierendem ist daher wesentlich geringer als in anderen Berufszweigen.

Zu guter Letzt übernehmen Fitnesstrainer in klassischen Fitnessstudios oft die Rolle des Beraters und Verkäufers. Schließlich kennen sie die Anlage und das Angebot bestens. Sie merken bereits: Ihre Tätigkeiten sind äußerst breit gefächert. Besonders gefragt sind daher Allrounder, die sich in mehreren Bereichen auskennen. Doch wie sieht ein Arbeitsalltag eines breit aufgestellten Fitnesstrainers aus?

Wie ist der Tagesablauf eines Fitnesstrainers?

Als Fitnesstrainer können Sie haupt- oder nebenberuflich arbeiten. Viele Sportinteressierte üben diese Tätigkeit in ihrer Freizeit aus, um ihr Fitnesshobby mit der Möglichkeit zu verbinden, zusätzlich Geld zu verdienen. Dies geschieht meist freiberuflich im Rahmen der sogenannten Kleinunternehmerregelung, die Sie bis zu einem Jahresumsatz von 17.500 € von der Umsatzsteuer befreit. Auch festangestellte Trainer in Vollzeit sind je nach Unternehmen keine Seltenheit. Aufgrund kundenfreundlicher Öffnungszeiten arbeiten Sie in beiden Fällen häufig im Schichtdienst.

Exemplarisch schauen wir uns folgend den möglichen Tagesablauf eines Fitnesstrainers in einem Gesundheitsstudio an:

UhrzeitTätigkeit
8:30 – 9:00 UhrSie beginnen Ihre Schicht und unterstützen das Service Personal dabei, das Fitnessstudio zu öffnen und die Räumlichkeiten vorzubereiten.
9:00 – 11:00 UhrAuf der Trainingsfläche beaufsichtigen Sie die Mitglieder, erkundigen sich nach deren Wohlbefinden und stehen für Fragen aller Art zur Verfügung. Fallen Ihnen Fehler beim Training auf, korrigieren Sie diese und stellen bei anhaltenden Problemen Alternativübungen vor.
11:00 – 12:00 UhrEin Neumitglied erhält von Ihnen ein Einführungstraining. Sie wenden unterschiedliche Testverfahren wie einen Ausdauertest oder eine Beweglichkeitsüberprüfung an, um den aktuellen körperlichen Status des Kunden zu ermitteln. Zusätzlich zeigen diese Verfahren Ihnen Schwachstellen auf, an denen das Neumitglied im Training arbeiten kann.
12:00 – 13:00 UhrIm Rahmen eines Probetrainings führen Sie einen Interessenten durch die Räumlichkeiten und weisen ihn exemplarisch in einige Geräte ein. Hier treten Sie nicht nur als Fitnessexperte, sondern auch als Gastgeber und Verkäufer auf.
13:15 – 14:45 UhrAls Gruppenleiter führen Sie im Kursraum des Studios das Programm „RückenFit“ mit einer Gruppe Studiomitglieder durch.
15:00 – 16:30 UhrDie Ziele eines Kunden haben sich geändert, weshalb Sie ihm in einem Kontrolltermin einen neuen Trainingsplan erstellen. Danach gehen Sie mit ihm auf die Fläche, erläutern, mit welchen Geräten er seine Ziele erreichen kann und zeigen auf, wie diese funktionieren.
16:30 – 17:30 UhrSie stehen Mitgliedern im Trainingsbereich für Rückfragen zur Verfügung und achten auf die Ausführung der Trainierenden. Anschließend geben Sie organisatorische Angelegenheiten und eventuelle Vorkommnisse an Ihren Kollegen weiter, der die Spätschicht übernimmt.

Als Fitnesstrainer arbeiten Sie jedoch nicht nur in Fitness- und Gesundheitsstudios. Folgende Arbeitgeber suchen ebenfalls gut ausgebildete Trainer und Kursleiter:

  • Rehabilitationseinrichtungen
  • Gesundheitszentren
  • Kurkliniken
  • Sportvereine
  • Spitzensportmannschaften
In diesem Video verrät Ihnen Fitnesstrainer Rafael nützliche Tipps für Ihre Berufswahl.

Was muss ich als Fitnesstrainer mitbringen?

Um als Fitnesstrainer erfolgreich zu sein und den Menschen bei ihrem Streben nach Vitalität weiterzuhelfen, benötigen Sie einen fundierten Wissensschatz aus den Bereichen der Anatomie und der Trainingslehre. Diesen eignen Sie sich durch eine Ausbildung in dem von Ihnen bevorzugten Fitnessbereich an. Zudem bringen Sie die Bereitschaft zur stetigen Weiterbildung mit, weil die Fitnesslandschaft von sich verändernden Trends und neuen Erkenntnissen aus der Sportwissenschaft geprägt ist.

Im Berufsalltag haben Sie es nicht nur mit Modellathleten zu tun. Egal ob alt oder jung, ob füllig oder schmächtig: Einfühlungsvermögen und Empathie für die Situation Ihrer Kunden gehört zum Selbstverständnis des Jobs als Fitnesstrainer. Außerdem ist es wichtig, dass Sie über ein gewisses Kommunikationstalent verfügen, um die Handhabung der Geräte zu vermitteln und Ihre Schützlinge stetig zu motivieren.

Deren Wünsche und Ziele herauszufinden, ist das A und O für jeden gelungenen Trainingsplan. Analytische Fertigkeiten bringen Sie daher ebenso mit wie Kenntnisse über gängige Krankheitsbilder. Und zu guter Letzt ist nicht nur Ihr theoretisches Know-how gefragt. Mit eigener Trainingserfahrung und dem aktiven Gefühl für die Übungen agieren Sie nicht nur als Vorbild, sondern können Ihren Kunden die positiven Auswirkungen des Trainings auch besser veranschaulichen.

Sie erkennen: als Fitnesstrainer warten spannende und abwechslungsreiche Aufgaben auf Sie. Jeder Kunde ist anders – und somit auch jede Trainingseinheit. Sie sind neben Trainer und Übungsleiter auch Gastgeber, Ansprechpartner, Verkäufer und Kommunikationsexperte. Das klingt genau nach Ihnen? Dann informieren Sie sich auf unserer Lehrgangsübersicht über die möglichen Lizenzen und Ausbildungen.

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