Die Fitnesstrainer Ausbildung

Die Fitnesstrainer Ausbildung

Wenn Sie in der Sportbranche Fuß fassen möchten, ist eine Ausbildung zum Fitnesstrainer optimal für Sie. Sie gibt Ihnen die Möglichkeit, Ihre Leidenschaft zum Beruf zu machen. Dabei steht Ihnen eine große Vielfalt an Lehrgängen zur Auswahl. Welche Ausbildung zum Fitnesstrainer Ihren Ansprüchen entspricht, erfahren Sie hier.

Was ist eine Ausbildung zum Fitnesstrainer?

Eine Ausbildung zum Fitnesstrainer befähigt Sie dazu, sportinteressierte Personen bei Ihrem Training zu unterstützen und anzuleiten. Indem Sie eine anerkannte Lizenz erwerben, qualifizieren Sie sich für diverse Positionen in der Fitnessbranche. Sie können Ihr Ziel individuell festlegen und unter anderem entscheiden, mit welcher Gruppierung von Menschen Sie arbeiten möchten: Ob mit Kindern, Fitness-Anfängern oder Profisportlern. Je nachdem wie Ihre Wahl ausfällt, lernen Sie die Grundlagen der Anatomie und Ernährung in entsprechendem Maße kennen. Auch wie man Fitnessgeräte bedient und Trainingspläne erstellt, kommt in Ihrer Ausbildung zum Fitnesstrainer vor.

Anbieter & Lehrgänge der Ausbildung zum Fitnesstrainer

Sie können eine Ausbildung zum Fitnesstrainer sowohl bei Sportverbänden als auch bei verschiedenen Instituten absolvieren, zum Beispiel bei einer Fernhochschule. Folgende Anbieter haben entsprechende Lehrgänge im Programm:

Inhalte & Dauer

Welche Module Ihre Ausbildung zum Fitnesstrainer beinhaltet, hängt vor allem davon ab, welchen Trainerschein Sie anstreben. Am häufigsten erlangen Sie in einem Lehrgang eine von drei Qualifikationen, um als Fitnesstrainer zu arbeiten: Die A-, B- oder C-Lizenz. Hier finden Sie eine Aufzählung der jeweiligen Lehrgangsinhalte:

C-LizenzB-LizenzA-Lizenz
  • Kraftsportgeräte und ihre Funktion
  • Grundlagen der Ernährungslehre
  • Grundkenntnisse der Anatomie und Physiologie
  • Trainings- und Bewegungslehre
  • Vertieftes Wissen rund um Kraftsportgeräte
  • Einweisung von Kunden in das Fitnessstudio
  • Einstellung von Fitnessgeräten
  • Erstellung von Trainingsplänen
  • Erkennen von körperlichen Fehlstellungen
  • Expertenwissen im Fitnessbereich
  • Professionelle Trainingsplanerstellung für Fortgeschrittene und Profis
  • Erkennung, Behandlung und Entgegenwirken von Krankheitsbildern

Außerdem können Sie sich zum Personal Trainer, Group Fitness Trainer oder Athletiktrainer weiterbilden. Hier spezialisieren Sie sich auf eine bestimmte Ausprägung des Trainings. So fokussieren Sie sich in der Ausbildung zum Personal Trainer beispielsweise darauf, wie Sie einen Kunden individuell und umfassend betreuen. Zusätzlich zu praktischem Wissen rund um verschiedene Trainingsarten, Ausdauertests und Leistungsdiagnostik, erlangen Sie Kenntnisse über den Weg in die Selbstständigkeit. Darüber hinaus haben Sie die Option, Ausbildungen als Sport- & Fitnesskaufmann, im Gesundheitsmanagement oder in der Fitnessökonomie zu beginnen. In diesen Weiterbildungen beschäftigen Sie sich auch mit den wirtschaftlichen Aspekten des Fachbereichs.

Des Weiteren bieten einige Hochschulen ein akademisches Bachelor Fernstudium an. Hier lernen Sie das Fachgebiet Fitnesstraining in einer differenzierten und wissenschaftlichen Weise kennen. Neben Trainingslehre, sportlichen Fächern und medizinischen Modulen stehen Grundlagen der Betriebswirtschaftslehre und Marketing auf dem Studienplan. Dementsprechend müssen Sie bei dieser Studienwahl mit vielen theoretischen Inhalten rechnen. Gleiches gilt für eine Weiterbildung zum Fachwirt der Fitness.

Die Dauer der Fitnesstrainer Ausbildung variiert sehr stark. So erwerben Sie eine A-Lizenz in einem Tag bis 18 Monaten, eine B-Lizenz in 8 Tagen bis 6 Monaten und eine C-Lizenz in 2 Tagen bis 3 Monaten. Zum Teil können Sie sich aber auch mehr Zeit für Ihre Weiterbildung lassen. Für ein Bachelor Studium sollten Sie 7 Semester einplanen. Eine Weiterbildung zum Fitnesscoach absolvieren Sie in 12 Monaten und ein Diplom in 6 bis 12 Monaten. Für einen Lehrgang mit institutsinternem Abschluss benötigen Sie zwischen 3 und 12 Monaten.

Prüfung & Abschluss

Wie bereits erwähnt, erwerben Sie bei der Ausbildung zum Fitnesstrainer im Regelfall die A-, B- oder C-Lizenz. Bei der A-Lizenz handelt es sich um die höchste, bei der C-Lizenz um die niedrigste Qualifikation. Damit Sie die gewünschte Befähigung erlangen, müssen Sie in der Regel eine schriftliche sowie eine praktische Prüfung bestehen. Zusätzlich bearbeiten Sie zuvor einige Einsendeaufgaben oder schreiben Klausuren, die ebenfalls in Ihre Benotung einfließen.

Die C-Lizenz stellt die Grundausbildung dar und bildet Sie dazu aus, einem Trainer zu assistieren oder Senioren- und Kindergruppen zu leiten. Die B-Lizenz ermöglicht es Ihnen, selbstständig oder auf der Trainingsfläche in einem Fitnessstudio zu arbeiten. Sie gilt als Zulassungsvoraussetzung für den Beruf des Fitnesstrainers. Erwerben Sie eine A-Lizenz, können Sie dank dieser Ausbildung und Ihres ausgeprägten Fachwissens auch das Training von professionellen Sportlern anleiten. Im Wesentlichen entscheidet die von Ihnen angestrebte Lizenz also über Ihre Zielgruppe. Je höher Sie sich qualifizieren, desto größer ist Ihre Auswahlmöglichkeit an Kunden und Arbeitgebern. So befähigt Sie die A-Lizenz auch dazu, Kindergruppen zu betreuen oder in einem klassischen Fitnessstudio zu arbeiten. Eine C-Lizenz ermöglicht Ihnen jedoch nicht, einen Profisportler zu trainieren.

Außerdem erhalten Sie bei einigen Weiterbildungen spezialisierte A- oder B-Abschlüsse, die den Titel des jeweiligen Fachgebiets tragen, zum Beispiel eine Group Fitness Trainer B-Lizenz. Bei der Personal Trainer Ausbildung bietet sich Ihnen auch ein Master Personal Trainer an. Trotz des Titels handelt es sich jedoch nicht um einen akademischen Grad. Darüber hinaus verleihen Ihnen einige Institute eine sogenannte S-Lizenz (Spezial-Lizenz). Hier qualifizieren Sie sich zum Experten in einem ausgewählten Fachbereich, beispielsweise Pilates.

Des Weiteren können Sie den akademischen Grad des Bachelor of Arts (B.A.) erlangen, wenn Sie die Klausuren, Einsendeaufgaben und schließlich die Bachelorarbeit bestehen. Wirtschaftswissenschaftliche Inhalte, die die Institute mit Sportwissenschaften und medizinischen Modulen kombinieren, verhelfen Ihnen zum nötigen Know-how für die Leitung von Fitnesseinrichtungen. Außerdem können Sie ein Diplom erwerben. Hierfür müssen Sie eine Diplomarbeit verfassen, zwei finale Prüfungen und zwei Zwischenprüfungen bestehen.

Zudem haben Sie die Möglichkeit, auf den Titel Staatlich geprüfter Fitnessfachwirt (IHK) hinzuarbeiten. Alternativ erwerben Sie bei einigen Anbietern ein institutsabhängiges Zeugnis oder Zertifikat. Häufig verleiht Ihnen das Institut zusätzlich eine A- oder B-Lizenz, nachdem Sie die jeweiligen schriftlichen und mündlichen Abschlussprüfungen bestanden haben. Bei einigen Fortbildungen erhalten Sie mehrere Abschlüsse gleichzeitig, zum Beispiel die A-Lizenz, die B-Lizenz und eine Personal-Trainer-Lizenz.

Welche Voraussetzungen müssen Sie erfüllen?

Es gibt von Institut zu Institut verschiedene Voraussetzungen, die Sie für eine Ausbildung zum Fitnesstrainer erfüllen müssen. Deswegen sollten Sie sich zuvor gründlich informieren und die Anbieter miteinander vergleichen.

Insgesamt fordern viele Lehrgangsanbieter von Bewerbern lediglich ein Mindestalter von 18 Jahren und einen Schulabschluss, oft die mittlere Reife. Mit diesen Eigenschaften können Sie in der Regel die C- oder B-Lizenz erwerben. Es kommt vor, dass Sie zusätzlich praktische Trainingserfahrung vorweisen müssen. Auch ein aktueller Erste-Hilfe-Kurs zählt mitunter zu den Zulassungsvoraussetzungen.

Außerdem benötigen Sie für einige Fernlehrgänge eine abgeschlossene Berufsausbildung in einem beliebigen Berufszweig, etwa für ein Diplom. Um sich zum Fachtrainer, zum Fitnesscoach oder zum Trainer mit A-Lizenz zu qualifizieren, ist zum Teil die B-Lizenz notwendig.

Möchten Sie einen Bachelor Studiengang belegen, ist eine Hochschulzugangsberechtigung in Form des Abiturs, des Meisters oder eines Fachwirt Abschlusses essenziell. Für einen dualen Fernstudiengang verlangen die Institute zudem einen Ausbildungsvertrag mit einem Unternehmen.

Insgesamt sollten Sie sich für Anatomie interessieren und erstes Vorwissen in diesem Fachbereich besitzen. Darüber hinaus hilft es Ihnen, wenn Sie mit fundierten Trainingskenntnissen und –erfahrungen aufwarten, damit Sie die Ausbildung zum Fitnesstrainer erfolgreich bestehen.

Wissenswertes Ausbildung Fitnesstrainer

Das Besondere an der Ausbildung zum Fitnesstrainer ist der hohe Praxisbezug in fast allen Lehrgängen. Langeweile kommt also nicht auf. Sie wenden Ihre theoretischen Kenntnisse praktisch an und überprüfen so, ob Sie sich für den Job als Fitnesstrainer eignen. Denn zusätzlich zu anatomischem Know-how und Expertenwissen im Trainingsbereich sollten Sie auch Soft Skills mitbringen, die Sie in praxisnahen Übungen beweisen können. Schließlich haben Sie im Berufsalltag ständig mit Menschen zu tun und erklären ihnen, wie sie ihr Workout optimieren. Dazu sind ein sympathisches, selbstsicheres und kompetentes Auftreten unabdingbar. Möchten Sie in einem Fitnessstudio oder als Personal Trainer arbeiten, geht es zudem darum, Verträge abzuschließen. Aus diesem Grund zählen auch Verhandlungsgeschick und Überzeugungskraft zu den wünschenswerten Eigenschaften eines Fitnesstrainers. Vereinen Sie diese Attribute, eignen Sie sich sehr gut für diese Ausbildung.